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Mittelstand Bayern - BLOG
Wie schreibt man gute Blog-Artikel und was ist zu beachten?
Autor: Petra Polzer, Ghostwriter, Texterin und Autorin
Datum: 06.12.2018
Kategorie: Business
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Blog-Artikel erfüllen andere Anforderungen als gedruckte Beiträge. Um einen ansprechenden Business-Blog-Artikel zu schreiben, bedarf es Expertenwissen und Fingerspitzengefühl für das Thema, aber auch echte Handwerkskunst des Schreibens ist gefragt und wichtig. Das ist vergleichbar mit Tischmanieren oder dem äußeren Erscheinungsbild einer Personen: Ein guter Eindruck soll sofort hinterlassen werden.

Beim Schreiben eines Blog-Artikels geht es darum, Information und Fachwissen an den Leser zu vermitteln, es geht definitiv nicht um Werbebotschaften. Ganz das Gegenteil ist der Fall: Möglichst viel Wissen soll in eine überschaubare Textmenge gepackt werden. Der Verfasser eines Artikels hat hier die Möglichkeit, sich als Experte zu präsentieren. Das ist eine echte Chance, die regelmäßig genutzt werden sollte.

Es geht nicht um Quantität, sondern um Qualität. Es geht um Mehrwert für den Leser, dem Informationen und Lösungen für ein ganz bestimmtes Thema angeboten werden. Der Autor macht indirekt auf sich aufmerksam, offene Werbung ist dagegen tabu. „Duplicate content“, also kopierte Artikel, sind ebenfalls absolutes „no-go“. Achten Sie unbedingt auf „unique content“, das ist Ihre einzigartige Handschrift im Web.

Wie baut man den Blog-Artikel auf?

Da das Lesen am Bildschirm für die meisten Menschen anstrengend ist, soll der Artikel leserfreundlich gestaltet werden. Der Online-Leser hat meist wenig Zeit und ist wissenshungrig. Die meisten Leser orientieren sich an der Überschrift und scannen dann im Schnelllesemodus den Text durch. Erst, wenn dabei ein Nutzen für sie erkennbar ist, lesen sie intensiver.

Deshalb ist es wichtig, eine prägnante Überschrift zu formulieren, die sofort ins Auge fällt. Wenn eine Überschrift Mehrwert verspricht, dann haben Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Leser gewonnen. Weiter geht es mit einer Einleitung, die Neugierde weckt und einladen soll, dran zu bleiben. Deshalb darf hier zur ersten Spannungskurve angesetzt werden. Bereits in der Einleitung finden sich wichtige Informationen. Erst dann kommt der eigentliche Text. Dieser soll sinnvoll – am besten auch mit Zwischenüberschriften - strukturiert sein.

In ein bestimmtes Thema wird systematisch eingeführt. Das bedeutet: Der Text ist so geschrieben, dass er für Leser ohne Vorkenntnisse leicht verständlich ist. Der Gedankenaufbau ist logisch und nachvollziehbar. Bevorzugen Sie deshalb einen leicht verständlichen Stil ohne Fachwörter oder Fachchinesisch. Kurze und knackige Sätze bringen Ihre Botschaft auf den Punkt. Würzen Sie Ihren Text mit Vergleichen, anschaulichen Bildern oder Beispielen, das bleibt besser im Gedächtnis haften. Weiterführende Information oder Informationsquellen können für den interessierten Leser gerne als Link angeboten werden.

Ganz zum Schluss bietet sich eine Schlussbemerkung zum Abrunden des Textes an.

Keywords und Textlänge

Überlegen Sie, welche Schlüsselwörter Sie in den Text einschleusen. Die sogenannten Keywords sind wichtig für die Auffindbarkeit in Suchmaschinen, als eine der wichtigsten ist Google zu nennen. Hier ist oft ein Balanceakt zu bewältigen, denn bei einer Konzentration auf die Schlüsselwörter kann die Qualität des Textes leiden.

Bei der Länge des Textes teilen sich die Meinungen. Damit Google den Text wahrnimmt, sollte er mindestens 300 Wörter umfassen. Persönlich empfehle ich, sich zwischen 300 und 600 Wörter zu bewegen, denn weniger ist oft mehr. Der Leser will effektiv informiert werden, aber keinesfalls überfordert oder gar gelangweilt.

Dieser Text hat übrigens 515 Wörter und 3640 Zeichen inklusive Leerzeichen.