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Mittelstand Bayern - BLOG
Investition in die Zukunft: 5 Regeln für erfolgreiches Netzwerken
Autor: Kajetan Brandstätter
Datum: 15.10.2020
Kategorie: Netzwerken & Gemeinschaft
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Ein gutes Business-Netzwerk ist wie eine Schatztruhe: Es ist reich gefüllt mit Ideen, neuen Projekten und beruflichen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcen. Professionelle Beziehungen aufzubauen, zu pflegen und zu erweitern nennt sich Netzwerken bzw. Networking. Das Ziel ist es, sich gegenseitig beruflich zu unterstützen und im besten Fall miteinander zu kooperieren. Dabei ist Netzwerken nicht auf den schnellen Erfolg ausgerichtet, sondern eine langfristige Angelegenheit: Auf professioneller Ebene geknüpfte Kontakte und Beziehungen sind wertvoller und krisensicherer als jede Art von Währung.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Netzwerktreffen

Grundsätzlich ist Netzwerken immer und überall möglich: beim Zugfahren, in der Kantine, auf dem Tennisplatz. Jeder Mensch, den Sie kennenlernen, kann ein wertvoller Kontakt für Ihr Arbeitsleben werden. Sind Sie gezielt auf der Suche nach Kontakten in Ihrem Arbeitsbereich, bieten sich Netzwerktreffen an. Das Ziel dieser Veranstaltungen ist es, interessierte Netzwerker zusammenzubringen.

Natürlich findet heute das Kontakteknüpfen auch in virtuellen Netzwerken statt – doch zu erfolgreichem Networking gehören einfach persönliche Gespräche und Treffen. Wie aber funktioniert erfolgreiches Networking und wie holen Sie für sich das Beste aus Netzwerktreffen heraus? Ich habe Ihnen hier fünf Regeln zusammengestellt, die sich in meiner Erfahrung als leidenschaftlicher Netzwerker bewährt haben.

Networking-Regel Nr. 1: Qualität vor Quantität

Sie haben sich entschieden, ein professionelles Netzwerk aufzubauen und Netzwerktreffen zu besuchen. Wunderbar! Dabei zeigt sich: weniger ist mehr. Der Trend geht zu hochwertigem Netzwerken. Nachdem man mit den täglichen Verpflichtungen nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann, sollte man sich für ein oder zwei fachlich passende Netzwerke entscheiden.

Folgende Fragen sind für Sie vorab entscheidend: Welche Intention verfolgen Sie mit dem Aufbau eines Netzwerks? Welche Kontakte sind für Sie aus beruflicher Sicht sinnvoll? Und umgekehrt: Bei welchen Veranstaltungen können Sie Ihre eigenen Stärken und Erfahrungen einbringen? Das reine Einsammeln von Visitenkarten bei einem Netzwerk bringt keine Vorteile. Nur wer seinen Gesprächs- und Netzwerkpartner aus fachlicher Sicht einschätzen kann, ist in der Lage, ein interessantes und aussichtsreiches Gespräch zu führen.

Regel Nr.2: Vorbereitung in zwei Phasen

Haben Sie sich für ein Netzwerktreffen entschieden, startet die erste Phase der Vorbereitung: Informieren Sie sich über den Ablauf des Treffens und die angesetzten Themen. Auch ein Blick in die Teilnehmerliste ist sinnvoll, sofern dies möglich ist. So sammeln Sie interessante und wichtige Informationen, wie Arbeitsumfeld und Gemeinsamkeiten.

In der zweiten Phase geht es um Sie selbst: Überlegen Sie, wie Sie sich und ihr Business präsentieren wollen. Haben Sie etwa Flyer und Broschüren, die Sie auslegen dürfen? Welche Gesprächsthemen sind Ihnen wichtig? Natürlich dürfen Sie Ihrem Gegenüber gleich zu Beginn erzählen, was Sie beruflich machen. Das ist sogar ein guter Gesprächseinstieg. Aber genauso gehört es dazu, dass Sie Fragen stellen und an den Antworten ehrlich interessiert sind. Sind Sie offen für andere Menschen, werden auch die anderen neugierig auf Sie und Ihre Leistungen.

Regel Nr. 3: Für gute Erinnerungen sorgen

Neben einem offenen und freundlichen Auftreten entsteht Sympathie durch Gemeinsamkeiten, zum Beispiel Hobbies, übereinstimmende Lebenswege und Interessen. Der berühmte Schauspieler Paul Hörbiger hat einmal gesagt: „Für gute und angenehme Erinnerungen muss man im Voraus sorgen!“ Recht hat er. Wichtig ist, dem Netzwerkpartner etwas zu vermitteln, das er in guter Erinnerung behält. Das kann eine humorvolle Bemerkung sein, ein Insider-Tipp oder eine Buch- oder Restaurantempfehlung.

Regel Nr. 4: Das Netzwerktreffen nachbereiten

Das Ende des Netzwerktreffens bedeutet nicht das Ende des Netzwerkens. Die Veranstaltung stellt eine wichtige Grundlage dar, auf der das Networking aufbaut. In der Nachbereitung des Treffens empfiehlt es sich daher, die geknüpften Kontakte zu ordnen und sich gegebenenfalls die wichtigsten Informationen aufzuschreiben. Ein wichtiger Aspekt des Netzwerkens ist es, die Beziehungen zu pflegen, neue Treffen zu vereinbaren und einen schriftlichen Austausch zu etablieren – die neue Technologie ist dafür das ideale Medium!

Regel Nr. 5: Geduld: Netzwerke sind langfristige Investitionen

Netzwerken ist nicht darauf ausgelegt, einen schnellen Erfolg einzubringen. Im Vordergrund steht zunächst, die Beziehungen aufzubauen und zu pflegen – ohne eine direkte Gegenleistung zu erwarten oder gar einzufordern. Sonst droht der Kontakt zu versanden. Die Beziehung muss gepflegt und vor allem zu Beginn immer wieder aufgefrischt werden. Als langjähriger und passionierter Netzwerker habe ich gelernt, dass Geduld eine zielführende Tugend für erfolgreiches Networking ist.

Netzwerken: Gemeinsam zum Erfolg

Beim Netzwerken profitieren beide Seiten von der Bekanntschaft: Der mögliche gemeinsame Erfolg steht im Vordergrund. Ob es beim kreativen Austausch von Ideen und Tipps bleibt oder Arbeitsmöglichkeiten und geschäftliche Synergien entstehen – Networking hat vielseitige Erfolge zu bieten. Wer diese Grundlagen beachtet, wird mit erfolgreichem Networking belohnt. Mit Freude habe ich in den letzten Jahren beobachtet, wie sich unter den Mitgliedern des BVMW viele geschäftliche Synergien ergeben haben – womit der fließende Übergang von der Theorie in die Praxis bewiesen wäre!

Herzlich,

Ihr

Kajetan Brandstätter