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Mittelstand Bayern - BLOG
Netzwerken macht erfolgreich!
Autor: Kajetan Brandstätter, BVMW Wirtschaftsregion München
Datum: 18.05.2018
Kategorie: Netzwerken & Gemeinschaft
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Kontakte und Beziehungen schaden nur demjenigen, der keine hat! Das sprichwörtliche Vitamin B öffnet Türen, die sonst verschlossen bleiben und ist damit ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor. Wer heutzutage noch abfällig von Seilschaften oder Vetternwirtschaft redet, der hat das Prinzip des Netzwerkens nicht verstanden und hat sicher selbst auch niemanden, der ihn persönlich weiterbringt.

Kann man Netzwerken lernen?

Ja, davon bin ich überzeugt! Wie in jeder anderen Lebenslage gibt es auch beim Netzwerken einige ungeschriebene Gesetze, die beachtet werden sollten, damit das Miteinander funktioniert. Wer sich auf echtes Netzwerken einlässt, wird bald erleben, welche Dynamik sich daraus entwickelt, wenn die grundlegenden Regeln beachtet werden. Aus langjähriger Erfahrung als Netzwerker und Gründer des Business Club Bavaria habe ich erlebt und beobachtet, welches die wichtigsten Basics sind, die Menschen miteinander verbinden.

Basic Nr. 1: Geben statt nehmen

Wie in jeder Situation kommt es auf die Herangehensweise an – und die beginnt bekanntermaßen im Kopf. Stellen Sie sich vor, dass Kontakte sehr zarte Pflanzen sind: Bevor man im Herbst die Ernte einbringt, wird im Frühjahr gesät. Die aufgehende Saat wird mit Nährstoffen und Wasser versorgt, Unkraut wird gejätet. Die Pflanze braucht Schutz, Raum, Nahrung und spezielle Pflege, damit sie sich entwickeln kann. Bevor ein Ertrag erzielt wird, muss man investieren.

Genauso ist es mit dem Netzwerken: Stellen Sie sich darauf ein, zunächst etwas zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten: Zeit, Informationen, Verbindlichkeit, Respekt, Höflichkeit und Offenheit für andere Menschen. Damit schaffen Sie eine Vertrauensbasis, die das Fundament für alle weiteren Aktivitäten und Gemeinsamkeiten darstellt.

Als passionierter Netzwerker ist dieser Grundgedanke für mich nicht nur richtungsweisend, sondern zielführend, um durch und mit einem Netzwerk erfolgreich zu werden.

Basic Nr. 2: Qualität geht klar von Quantität

Weniger ist oft mehr: Der Trend geht zu hochwertigem Netzwerken. Die Mitglieder eines Netzwerkes tauschen sich intensiv aus und sind gewillt, sich gut kennenzulernen und ihre Stärken einzubringen. Da man nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann, macht es Sinn, sich für ein oder zwei Netzwerke zu entscheiden – und sich dann aber wirklich darauf einzulassen.

Das Einsammeln von Visitenkarten bringt keine Vorteile. Das ist fast anonym und vergleichbar mit dem Aufschlagen der Gelben Seiten. Nur wer seinen Gesprächs- und Netzwerkpartner einschätzen kann, ist auch in der Lage, eine ehrliche Empfehlung auszusprechen bzw. wird mit gutem Gewissen empfohlen.

Viele denken übrigens, dass nur extrovertierte Menschen gute Netzwerker sind, weil sie sich gut „vermarkten“ können. Diese Aussage kann ich nicht bestätigen. Gerade introvertierte Menschen können gut zuhören und sich ganz auf ihr Gegenüber konzentrieren. Das sind wichtige Voraussetzungen, um wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Basic Nr. 3: Langfristig denken

An einen flüchtigen Kontakt erinnert man sich nach kurzer Zeit nicht mehr so richtig. Deshalb ist es immens wichtig, am Ball zu bleiben und weitere Gelegenheiten zum Austausch wahrzunehmen. Ein erster Kontakt muss immer wieder aufgefrischt bzw. vertieft werden. Kontinuität und langfristiges Denken sind gefragt. Am besten funktioniert das natürlich persönlich bei einer Netzwerk-Veranstaltung. Hier kann der rote Faden immer wieder aufgenommen werden. Die Technik macht es darüber hinaus auch möglich, einen Kontakt zusätzlich virtuell zu pflegen. Nutzen Sie auch diese Chance.

Erfolgsfaktor Netzwerken

Wer diese Grundlagen beachtet, für den wird das intelligente und empathische Netzwerken zum Erfolgsfaktor und zum Garant für Lebensqualität. Mit Freude habe ich in den letzten Jahren beobachtet, wie sich unter den Mitgliedern des BVMW viele geschäftliche Synergien ergeben haben, womit der fließende Übergang von der Theorie in die Praxis bewiesen wird.